EINFACH MAL MACHEN!

Ich finde den Satz „Einfach mal machen!“ mehr als richtig und warum, das möchte ich Dir in diesem ersten Blogbeitrag kurz erörtern.

Eigentlich beruht dieses ganze Musik Projekt auf diesem Grundsatz „Einfach mal machen!“. Wir Deutschen und das hören wir öfter als uns lieb ist, haben den Hang dazu Dinge lange zu planen, das Für und Wider zu betrachten und abzuwägen, ob sich etwas lohnt oder nicht. Das bringt uns in vielen Bereichen auch echt weiter, aber halt nicht immer.

Ich denke da gerne an meinen Chef aus meiner Zeit in Los Angeles zurück, dem ich während eines sechsmonatigen Praktikums dort quasi gedient habe. Wir haben uns darüber unterhalten, wie es ist Dinge auszuprobieren, etwas zu schaffen, sich selbst zu verwirklichen und dabei vielleicht auch, na ja, mal auf die Fresse zu fliegen.

„You Germans are too careful! You always need that safety net because you´re afraid  of failing and that you might need to admit, that something didn´t work out right.“ – (Larry Robinson)

Auch wenn ich mit ihm bei Weitem nicht immer einer Meinung war, so hat Larry doch in einem Punkt recht. Wir haben wirklich Angst vor dem Scheitern und vor allem davor, uns vor anderen eingestehen zu müssen, dass etwas nicht funktioniert hat. Und deshalb sollten wir es lieber gleich bleiben lassen?!
Damit möchte ich mich einfach nicht zufrieden geben und ich denke, da bin ich nicht die Einzige. Pläne zu schmieden mag wichtig sein aber an einem bestimmten Punkt muss man sagen: „Einfach mal machen!“

Ich selbst bin auch nicht der risikofreudige Typ und ein bisschen Restzweifel, ein bisschen „AHH, wie mag das ausgehen? Was soll ich machen, wenn…?“ bleibt. Hals über Kopf loszurennen und alles auf eine Karte setzen, dafür sind wir Germanen, sowie unsere Freunde im Norden eben nicht gemacht. Wir mussten schon immer für schlechte Zeiten vorsorgen und Nahrung sammeln, um im Winter nicht zu verhungern.
Meiner Erziehung entsprechend, würde ich also auch nicht einfach meinen Job kündigen und mich nur noch auf die Musik verlassen. Zum einen mag ich meinen Job und zum anderen, soll die Musik für mich Leidenschaft bleiben und nicht zur Pflicht werden.
Aber sich am Ende des Tages eingestehen zu müssen, dass man nichts gewagt hat, sich nicht ausprobiert hat egal, wie es schlussendlich ausgegangen ist, das würde ich bereuen.

John Lennon

Genau aus dieser Motivation heraus, habe ich angefangen Musik zu machen, habe ich Songs geschrieben, habe ich meinen Kumpel Max gefragt, ob er diese EP mit mir umsetzt, habe ich diese Webseite gebaut und schreibe ich gerade diesen Beitrag.

Ich weiß nicht, was aus allen diesen Dingen mal entstehen wird, ob etwas daraus entstehen wird. Auch werde ich das nur zu einem gewissen Grad beeinflussen können.
Allerdings weiß ich, dass es mir in diesem Moment sehr große Freude bereitet an all diesen Dingen zu arbeiten, mich mit anderen Künstlern auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Es erfüllt mich mit einer freudigen Erwartung, meine EP wachsen zu sehen und auf ein Ziel hinzuarbeiten.

Das Allein ist gerade schon Grund genug für mich zu sagen: „Einfach mal machen!“.
Alles Weitere findet sich auf dem Weg.

Und damit, viel Spaß beim Ausprobieren 😉

Felicia

 

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